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Kai Diekmann

ist ein schlimmer Mensch. Das von ihm verantwortete Moral heuchelnde Drecksblatt opfert Menschen für Geld, Macht und eigenen Einfluß. Zur Befriedigung der niederen Instinkte ihrer intellektuell oft zu kurz gekommenenen Leserschaft greifen Mitarbeiter nicht selten zu verfassungsfeindlichen Äußerungen in Kommentaren, nicht wieder gutzumachenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen, nie wieder gutgemachten Falschmeldungen und natürlich haufenweise Lügen. Mich macht diese zu blutroten Buchstaben gepreßte Sexistenwichse oft so wütend – wie gern würde ich Kai Diekmann dann mal ein paar scharfe Teile vor die Karre werfen oder ihm schlicht in den Mund spucken.

Nun, die Gedanken sind frei und ich habe meinen Jähzorn doch einigermaßen im Griff, denn als Bürgerkind stößt mich Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ohnehin ab. Als Linke bin ich schon aus pragmatischen Erwägungen gegen Brandanschläge, denn das Echo darauf von Politik und Öffentlichkeit entfernt uns von einer anderen Welt weiter denn je. Als bekennender Gutmensch widert mich die Anmaßung an, in die Privatsphäre anderer Menschen einzudringen und ihnen ihr subjektives Gefühl von Sicherheit und damit auch Freiheit zu rauben. Das macht die Bild-Zeitung zwar so, aber dazu hat niemand das Recht. Und als Tochter habe ich Angst.

Ich mag es nämlich, in einer zivilen Gesellschaft zu leben, in der immer noch viele politisch Verantwortliche und sogar Bild-Chefredakteure keine Scharfschützen auf den Dächern ihrer Privatwohnungen brauchen. Und so will sich bei mir neben der ausbleibenden Überraschung heute auch keine klammheimliche Freude einstellen.